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Nintendo Wii
Wii.jpg
Publisher(s) Nintendo
Relase(s) Japan.gif 2. Dezember 2006
America.gif 19. November 2006
Europe.gif 8. Dezember 2006
Vorgänger GameCube
Nachfolger Wii-HD


Die Nintendo Wii ist eine Videospiel-Konsole der japanischen Firma Nintendo, die seit Ende 2006 auf dem Markt ist. Ihr wesentliches Merkmal ist ein neuartiger Kontroller, der herkömmlichen Fernbedienungen ähnelt, aber über eingebaute Bewegungssensoren verfügt. Diese registrieren die Position und die Bewegungen des Kontrollers im Raum und setzen sie in entsprechende Bewegungen von Spielfiguren oder -elementen auf dem Bildschirm um. Mussten die Nutzer bei herkömmlichen Spielsystemen Knöpfe des Kontrollers oder Analogsticks betätigen, so können sie die Spiele nun steuern, indem sie den Kontroller selbst bewegen. Das Spielsystem aus Hardware und Software misst dabei die dreidimensionalen Bewegungen des Nutzers. Mit über 25 Millionen verkauften Einheiten wurde die Wii bis Ende 2007 deutlich häufiger als ihr ein Jahr früher veröffentlichter Konkurrent Xbox 360 und mehr als doppelt so oft wie die gleichzeitig erschienene PlayStation 3 verkauft.

Geschichte

Nachdem lange über den Nachfolger des GameCubes mit dem Projektnamen Revolution spekuliert wurde, stellte Nintendo 2005 auf der Videospiele-Messe E3 erstmals einen Prototyp der neuen Spielkonsole, allerdings noch ohne Kontroller vor. Nach langer Geheimhaltung zeigte Nintendo-Chef Satoru Iwata den Kontroller am 16. September 2005 auf der Tokyo Game Show. Neue Spiele wurden nicht gezeigt, sondern lediglich einige Technik-Demos. Stardesigner Shigeru Miyamoto hatte auf der Veranstaltung einen kurzen Gastauftritt.

2006 wurde einige Tage vor Beginn der E3 der endgültige Name der Spielkonsole bekanntgegeben. Auf der Pressekonferenz zur E3 zeigte Nintendo die Spielkonsole und den Kontroller in Aktion. Es gab Live-Demonstrationen von Twilight Princess, Red Steel und Wii Sports: Tennis. Einige neue Details wurden veröffentlicht. Der Kontroller hatte einen kleinen eingebauten Lautsprecher bekommen, der bestimmte Aktionen (zum Beispiel das Abschießen eines Pfeils in Zelda) akustisch unterstützt, und es gab die Bestätigung, dass die Nunchuk-Erweiterung über einen eigenen Bewegungssensor verfügt. An Nintendos Messestand waren 24 Titel für Wii spielbar. Die Funktionalität der Virtual Console wurde mit fünf spielbaren Titeln demonstriert. Neu gezeigte Erweiterungen für den Controller waren ein Gamepad für die Virtual Console und ein Pistolenaufsatz für die Neuauflage des Spiels Duck Hunt.

Onlinefähigkeiten

Nintendo Wi-Fi Connection.jpg

Wi-Fi Logo

Die Wii-Konsole wurde für den permanenten Anschluss an das Internet konzipiert (Konsole, die nie schläft). Ist diese, als WiiConnect24 vermarktete Funktion aktiviert, hält die Konsole eine ständige Verbindung zu den Servern des Herstellers. Auch im Ruhezustand (mit reduzierter Leistungsaufnahme, erkennbar an der orangen Farbe der Leuchtdiode an der Gerätevorderseite) bleibt diese Verbindung bestehen. So können Nachrichten empfangen werden und Aktualisierungen der Wii-Software seitens Nintendo vorgenommen werden.

Mehrspielerpartien werden über die Nintendo Wi-Fi Connection vermittelt. Bisher wurde sie für Nintendo DS-Titel genutzt (zum Beispiel Mario Kart DS). Der erste Wii-Titel, der die Wi-Fi-Connection nutzt, ist Pokémon Battle Revolution. Das erste europäische Spiel mit Wi-Fi-Connection ist Mario Strikers Charged Football.

Das WiiSpeak (seit Dezember 2008) soll die Sprachkommunikation zwischen bis zu vier Konsolen ermöglichen.

Voraussetzung für die Nutzung der Online-Funktionen ist ein hinreichend schneller Internetzugang. Die Konsole ist bereits mit WLAN ausgestattet. Alternativ, falls keine WLAN-Basisstation vorhanden ist, sind mit Zusatzhardware folgende Netzwerkverbindungen möglich:

  • Ein Windows-PC mit dem Nintendo Wi-Fi USB Connector übernimmt die Funktion der Basisstation. Nachteil: Die Verbindung kann nur verwendet werden, wenn der PC läuft und selber mit dem Internet verbunden ist.
  • Die Wii-Konsole wird via USB mit einem LAN-Adapter erweitert, welcher den Anschluss eines Netzwerkkabels ermöglicht, zum Beispiel der Nintendo Wii LAN Adapter.

GameCube-Kompatibilität und DS-Verbindung

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GameCube-Kontroller-Slots auf der Wii Oberseite.

Alle Spiele für die Vorgänger-Konsole GameCube lassen sich auch auf Wii spielen. Um GameCube-Programme auf der Wii nutzen zu können, benötigt man einen GameCube-Kontroller und um Speicherfunktionen nutzen zu können auch eine GameCube Speicherkarte. Hierfür stehen extra Anschlüsse auf der Oberseite der Wii zur Verfügung und nur diese werden im GameCube-Modus auch benutzt. Die Wii-Fernbedienung, die internen Wii-Speicherplätze und die SD-Erweiterungskarte werden nicht abgebildet und stehen im GameCube-Modus nicht zur Verfügung. Allerdings lässt sich ein GameCube-Kontroller mit vielen Spielen aus der Virtual Console nutzen.

Die Wii-Hardware stellt im wesentlichen eine Erweiterung der GameCube-Hardware dar, insbesondere Haupt- und Grafikprozessor sind Nachfolgermodelle derselben Hersteller. Daher wird der GameCube-Modus der Wii realisiert, indem intern die Wii-Erweiterungen abgeschaltet und die Taktraten reduziert werden. Somit ist die Wii in diesem Modus ein GameCube. Dies ist interessant für die Homebrew-Szene, da durch die vollständige Kompatibilität wenigstens GameCube-Homebrew-Software auf der Wii lauffähig ist.

Zudem kann das Slot-In-Laufwerk von Wii die kleineren GameCube-Discs lesen, und es sind Anschlüsse für GameCube-Kontroller und Speicherkarten vorhanden. Hardware-Erweiterungen für den GameCube wie GBA-Player oder LAN-Adapter können nicht angeschlossen werden. Die GameCube-Netzwerkfähigkeiten werden jedoch nicht auf die Netzwerkhardware der Wii abgebildet, sodass die Onlineeigenschaften von GameCube-Spielen nicht auf Wii genutzt werden können.

Beim Vorgängersystem GameCube konnte man den Game Boy Advance (GBA) mit einem speziellen Kabel anschließen. Bei einigen Spielen (zum Beispiel Splinter Cell) konnte man den GBA dann als Kontroller und zur Anzeige von Zusatzdaten nutzen, vorausgesetzt man besaß auch die GBA-Version des Spiels. Bei anderen Spielen (beispielsweise bei Fire Emblem) wurde man für den Besitz sowohl der GameCube-Version als auch der GBA-Version mit Bonusmaterial (zum Beispiel Zusatzmissionen) belohnt.

Bei Wii ist entsprechend eine Verbindung zum Nintendo DS via WLAN möglich. Das erste Spiel mit diesem Feature ist Pokémon Battle Revolution. Besitzer der DS-Spiele Pokémon Diamant und Perl können hier ihre Pokémon auf Wii übertragen. Auch Demo-Versionen von Nintendo DS-Spielen können via Wii und Nintendo-Kanal geladen werden.

Virtual Console

Hauptartikel: Virtual Console

Neben der GameCube-Kompatibilität besitzt Wii auch eine Funktion namens Virtual Console. Über die Virtual Console können durch Emulation Spiele für verschiedene Konsolen der letzten 20 Jahre, nämlich bisher NES, Super Nintendo, Nintendo 64, PC Engine (alias TurboGrafx), Sega Master System, Sega Mega Drive und Commodore 64 gespielt werden. Sie sind per Internet-Download verfügbar und können im internen Flash-Speicher oder auf einer SD-Speicherkarte gespeichert werden. Vor dem Kauf eines Virtual Console-Titels kann man im Katalog des Shop-Kanals sehen, ob ein GameCube-Kontroller, ein Classic-Kontroller oder die Wii-FB dafür geeignet sind. Donkey Kong kann beispielsweise mit allen drei Kontrollern gespielt werden.

WiiWare

Hauptartikel: WiiWare

Die WiiWare ist ein Kanal im Wii-Shop, indem man neue, extra für die WiiWare entwickelte Spiele, für Nintendo Points downloaden kann. Seit 2009 sind auch schon Demos erhältlich, die kostenlos zum testen des Spiel gedownloadet werden können.

Technische Daten

Der Hauptprozessor, Codename „Broadway“, basiert auf der „PowerPC 750 CL“-Architektur und wurde gemeinsam von IBM und Nintendo entwickelt. Der 4,2 × 4,5 mm (18,9 mm²) große Chip wird von IBM in einem 90-nm-SOI-Prozess gefertigt.

Der Grafikprozessor, Codename „Hollywood“, wurde gemeinsam von ATI Technologies und Nintendo für Wii entwickelt. Die Grafikeinheit basiert auf dem Grafikchip „Flipper“ des GameCube und bietet bis auf eine erhöhte Taktfrequenz keine wesentlichen Neuerungen. Die Architektur von ATIs Grafikchips für PCs wird in Hollywood nicht verwendet. Der Grafikspeicher ist als eDRAM in den Chip integriert und verwendet schnelle „1T-SRAM“-Speicherzellen der kalifornischen Technologiefirma MoSys. NEC fertigt den Chip in einem 90-nm-Prozess im japanischen Werk Yamagata.

Bild

  • Ausgang: (PAL) analog mit Composite(FBAS)-, RGB- und Komponentensignalen(YPbPr) am proprietären Multi-AV-Port
  • Ausgang: (NTSC) analog mit Composite(FBAS)-, S-Video(YC)- und Komponentensignalen(YPbPr) am proprietären Multi-AV-Port
  • Format: 4:3 oder 16:9

Ton

  • Hauptquelle: Stereo – „Dolby Pro Logic II“-fähig.
  • Controller: integrierter Lautsprecher.

Arbeitsspeicher

  • 88 MB Hauptspeicher (24 MB „internes“ (schnelles) 1T-SRAM, 64 MB „externes“ GDDR3 SDRAM)
  • 3 MB GPU-Textur-Speicher
  • 512 MB Flashspeicher (erweiterbar über eine SD- oder (seit Firmware-Update 4.0 auch) SDHC-Card mit einer Größe von bis zu 32 GB)

Laufwerk
Slot-In-Laufwerk für optische Medien mit Unterstützung für folgende Inhalte:

  • auf 12-cm-DVD basiertes Medium „RVL-006“ (Spiele für Wii)
  • Nintendo GameCube Game Disc „DOL-006“, 8 cm Durchmesser (Spiele für GameCube)

Kontroller

  • Drahtlose Verbindung zur Konsole im Funk-Netzwerkstandard Bluetooth Version ?.?
  • Maximaler Abstand zur Konsole: 5 m
  • Beschleunigungssensor Analog Devices ADXL330 – IC zur Beschleunigungsmessung in 3 Raumdimensionen, Messbereich min. −3 g bis +3 g, Empfindlichkeit ±300 mV/g, Genauigkeit ±10 %, kompakte Bauform (4 mm × 4 mm × 1,75 mm)

Anschlüsse

  • 1 analoger Multi-AV-Port für Bild- und Tonsignale
  • 1 Steckplatz für SD-Karten
  • 2 USB-2.0-Anschlüsse
  • 4 Buchsen für GameCube-Controller
  • 2 Steckplätze für GameCube-Speicherkarten
  • 1 Buchse für die Sensorleiste
  • 1 Buchse für das externe Netzteil

Wireless LAN

  • Standard: IEEE 802.11b/g
  • Verschlüsselung: WEP, WPA (TKIP, AES), WPA2 (AES)

Stromverbrauch
Die folgenden Verbrauchswerte entstammen der Internetpräsenz ComputerBase

  • Betrieb (grüne Power-LED): 19 W
  • Standby (orange Power-LED): 10 W (WiiConnect24 aktiviert)
  • Ausgeschaltet (rote Power-LED): 1 W

Durch längeres Drücken des Einschaltknopfes kann man die Wii-Konsole in den Ausschaltmodus bringen, obwohl hier streng genommen noch Energie verbraucht wird.

Meist-Verkaufte Spiele

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